Sehr geehrte Damen und Herren,
hier finden Sie Informationen über die Kurse, die während der 4. Sommerakademie LandsbergLech vom 30.7. bis 6.8.2011 stattfinden. Sie können sich auch eine PDF-Fassung unseres aktuellen Kataloges herunterladen:
Katalog 2011 zum DownloadenGestalten in der Fläche (Kurs Nr. 1 bis 6)
Kurs Nr. 1: Aquarell "Die schöne Stadt"
mit Robert C. Rore
Mit dem Skizzen- und Malblock unterwegs.
Ein Zeichen- und Malkurs zum Thema Stadtportrait am Beispiel: Landsberg am Lech.
In der Zeit vor der Erfindung der Fotografie hatte man keine andere Möglichkeit ein eigenes Bild von etwas zu bekommen als sich hinzusetzen und es selbst anzufertigen. Mit Bleistift und Papier oder Aquarellfarben waren Reisende früher unterwegs. Ambitionierte Hobbymaler wie z. B. Goethe oder auch Mendelssohn-Bartholdy - oder natürlich Malprofis wie Turner. Das lässt sich auch heute noch bewerkstelligen: Unterwegs in einer Stadt, zeichnend und malend. Ein persönliches Bild eines Ortes sich zu erarbeiten weit weg von schnell und beiläufig geknipsten Fotografien. Vielleicht sogar ein ganzes Skizzenbüchlein anzufertigen voller persönlicher Bilder, Erinnerungen... Motive auf sich wirken lassen und sich geduldig zu erarbeiten.
Erklärt werden Komposition, Perspektive, Einsatz der verschiedenen malerischen und zeichnerischen Mittel. Besprochen wird die Entwicklung eines Gesamtkonzeptes. In kleinen Exkursen werden kunsttheoretische oder kunsthistorische Bezüge erklärt und natürlich sollen die entstanden Arbeiten ausführlich besprochen und diskutiert werden.
Für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet.
Benötigte Arbeitsmaterialien:
- Und alles benötigte Material sollte in einen Rucksack passen!
- Zeichenblöcke 30x40cm
- Bleistifte diverser Härtegrade 5H bis 5B
- Buntstifte
- Brett als Zeichenunterlage
- Klapphocker
- Aquarellpapier
- Aquarellfarben
- Pinsel
- Wasserflasche
- Becher
Robert C. Rore: 1954 in Berchtesgaden geb. | Nach einer Ausbildung zum Chemotechniker Arbeit in einem Forschungslabor | Abitur auf dem zweiten Bildungsweg | Beginn eines Chemiestudiums in München, dann einige Semester Kunstgeschichte und 1982 erste Einzelausstellung | Im gleichen Jahr Aufnahme in den Berufsverband bildender Künstler und seitdem als freischaffender Künstler in München tätig | Sein Werk reicht von meisterhaft gemalten Stillleben mit Motiven quer durch den Obst- und Gemüsegarten bis zu Städteansichten, von Portraits bis zu Aktbildern, von Landschaften bis zu fast surrealen Phantasmagorien, von Buchillustrationen bis zu großformatigen Wanddekorationen
Kurs Nr. 2: Akt-, Porträtzeichnen und Malen
mit Benedikt Riedl
Ob im alten Ägypten oder in Zeiten der Gegenwartskunst – die Darstellung des Menschen war stets ein Bestandteil der Kunst. Besonders die Darstellung der menschlichen Aktfigur hatte und hat eine große Bedeutung für den Künstler.
Ähnlich verhält es sich mit Portraitdarstellungen: Bis heute hat diese klassische Bildgattung nicht an Wichtigkeit verloren und so ist das Portrait auch in der postmodernen Vielfalt der Positionen nicht aus der „Landschaft“ der Kunst wegzudenken, ja, es widmen sich gar die wichtigsten zeitgenössischen Maler wie beispielsweise Gerhard Richter oder auch Lucian Freud der Darstellung des menschlichen Portraits.
Doch was ist das Eine ohne das Andere? Wie unpersönlich wirkt schon ein Akt, der sich nicht der Individualität des Modells widmet, wie geistlos ein „nur abgemaltes“ Portrait, welches ein mangelndes Verständnis für die Proportionen des Menschen offenbart?!
Im Kurs werden wir daher versuchen, uns beiden Gattungen zu widmen. Dazu werden wir uns zunächst den „Bauplan“ des menschlichen Körpers und im Speziellen des Kopfes aneignen; anatomische Grundlagen und einige „Tricks“ werden in diesem Zuge vermittelt. Über das genaue Naturstudium gelangen wir schließlich zu individuellen Positionen und Herangehensweisen. Das weitere Ziel wird dann sein, in der Akt- und Portraitdarstellung nicht nur die Züge des Modells genau abzubilden, sondern über den Einsatz von Farbe, die Komposition oder die Wahl des Blickwinkels ein Stück der Individualität und des Wesens des Gezeichneten auszudrücken und für den Betrachter fassbar zu machen. Dabei möchte ich im Verlauf des Kurses zu einer zunehmenden Offenheit und Eigenständigkeit der Teilnehmer ermuntern: Warum nicht ein Selbstportrait mit Spiegel wagen? Warum nicht an der malerischen Inszenierung einer mitgebrachten Portraitaufnahme „feilen“? Ich bin immer offen für Vorschläge und Wünsche der Teilnehmer!
Für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet.
Benötigte Arbeitsmaterialien:
Was die Materialien angeht, ist so ziemlich alles möglich:
- Bleistift
- Kreide
- Kohle
- Tusche
- Knetgummi
- gerne auch Acryl-/Dispersions- oder Ölfarben
- verschiedenes Papier (freie Auswahl, grundsätzlich sind unterschiedliche Größen, Tönungen und Stärken aber sinnvoll)
- Leinwand oder wahlweise auch MDF-Platten (günstig und gut aus dem Baumarkt, dünnste Stärke) oder grundierte Pappe
- Tesakrepp
- Malerkittel
- Fotos
- eventuell Laptop mit Bildarchiv
Es fallen zusätzliche Kosten für Aktmodelle an
Benedikt Riedl: geb. 1983 in Augsburg | 2003-2009 Studium Lehramt Realschule (Kunst/Deutsch), Universität Augsburg | 2009-2010 Studium an der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg bei Prof. Michael Munding | 2007-2009 Leitung des Tutoriums Aktzeichnen an der Universität Augsburg | Ausstellungen in Augsburg, München, Nürnberg und Jinan (China) | http://www.benniriedl.blogspot.com
Kurs Nr. 3: Landschaft und Fundstücke, gegenständliche Malerei und Zeichnung
mit Burkhard Niesel
Auf kleinen Exkursionen in die nähere Umgebung suchen wir unsere Motive an landschaftlich interessanten Stellen. Innerhalb verschiedener experimenteller Zeichenübungen entwickeln wir mit unterschiedlichen Stiften und Kreiden einen persönlichen Stil, der uns "gut von der Hand geht". Anhand dieser vor Ort angefertigten Zeichnungen, Farbstudien und Fotografien oder aber anhand gleichzeitig gesammelter "Fundstücke" entwickeln wir schon bald im Atelier unsere eigenen Bildideen. - Unterschiedliche Vorgehensweisen, wie z.B. die Reduktion auf kleinere Ausschnitte oder die Loslösung einzelner Oberflächenstrukturen von der Form führen zu individuellen Kompositionen auf kleinen und großen Leinwandformaten.
Der Kursleiter erklärt kompositorische Mittel, perspektivische Konstruktionen und verschiedene Maltechniken, wie z.B. die Hell-Dunkel-Untermalung, die Verwendung von Farbpigmenten oder die traditionellen Techniken mit Acryl- und Ölfarben. In gemeinsamen Gesprächen werden individuelle Wirkungsabsichten erspürt und verstärkt.
Für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet.
Benötigte Arbeitsmaterialien:
- Zeichenblock A3
- Zeichenbrett
- Hocker
- verschiedene Bleistifte, wenn möglich auch Rötel, Bister und Pittkreide
- Spitzer
- Knetradiergummi
- große und kleine Borstenpinsel
- eigene Farben
- Palletten (z.B.: Porzellanteller + Frischhaltefolie)
- mind. 10 Schraubgläser für Farben und Malmittel
- Küchenrolle etc.
- Große Papiere und Leinwandformate bis 120 x 150 cm
- Farbpigmente
Öl- beziehungsweise Acryl-Farben und Malmittel/Terpentin werden vom Kursleiter zum Einkaufspreis zur Verfügung gestellt. Eine Sonderbestellung bei der Firma Boesner mit kurzfristiger Lieferung ist während der Anmeldefrist möglich. (Bitte beachten: für den Abtransport der großen Bildformate ist ein Pkw-Dachträger nötig!)
maximale Teilnehmerzahl: 12
Burkhard Niesel: geb. 1956 in Wiesbaden I 1978–1984 Studium, Akademie der Bildenden Künste, München | 1982 Gründung des ATELIERHAUS, München, ein kunstpädagogisches Projekt freischaffender Künstler | 1984 Staatsexamen im Fach Kunsterziehung | seit 1986 Kunstlehrer am Gymnasium | Weiterbildung in Gestaltungstherapie | seit 1997 Atelier in Dießen am Ammersee | Mal- und Zeichenkurse im eigenen Atelier | seit 2008 Dozent an der Sommerakademie in Landsberg am Lech | Einzel- und Gruppenausstellungen in München und Umgebung | www.burkhard-niesel.de
Kurs Nr. 4: Zeichnung und Collage
mit Heike Pillemann
Von der Wahrnehmung zum Zeichen
Der Kurs widmet sich dem spielerischen Umgang mit Linie und Form. Unterschiedliche Zeichentechniken sowie Kompositionsmethoden werden erläutert und angewendet. In kleinen Vorträgen gewinnen wir Einblick in verschiedene künstlerische Vorgehensweisen.
Anhand von einfachen, mitgebrachten oder gefundenen Gegenständen entwickeln wir in einem experimentellen Prozess ein zeichnerisches Thema. Begleitende kleinere Übungen erleichtern uns hierbei den Einstieg.
Auf unseren linearen Erkundungsgängen entdecken wir ein bisher ungeahntes gestalterisches Feld, das es mit unterschiedlichsten Mitteln zu erforschen gilt.
Vergleichbar mit dem wunderbaren Spiel „ Flüsterpost“ gehen wir vom Gegebenen aus um gleich an der nächsten Ecke etwas Unerwartetes zu finden.
Die Lust am Experiment findet in der Auseinandersetzung mit dem sich entwickelnden Thema immer neue Impulse.
Für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet.
Benötigte Arbeitsmaterialien:
- Ein paar kleinere Gegenstände Ihrer Wahl (z.B. Lieblingsteekanne, Schmuckstück, Instrument….)
- reichlich Papier, im Block oder lose, A3, auch größer möglich
- auch farbige und bedruckte Papiere, (viele unterschiedliche Papiersorten fördern die Experimentierlust)
- Tusche oder Tinte
- Kugelschreiber
- Fineliner
- Filzstift
- Edding
- Bleistifte
- Kreide
- Borsten- und Haarpinsel in unterschiedlichen Stärken
- Tippex
- Klebestift
- Schere
- 2- 3 Schraubgläser
- evtl. Aquarellkasten
Heike Pillemann: 1958 geb. in Herne/Westfalen | 1977-1983 Studium, Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart | 1982 Staatsexamen, Kunsterziehung | seit 1986 freischaffend | seit 1993 Dozentin für Zeichnen, Berufsfachschule für Kommunikationsdesign, München | Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland | 1995 Hochschulförderstipendium für Künstlerinnen | 1997 Staatlicher Förderungspreis für junge Künstler des Freistaates Bayern | 2003 Preis der Niggemann-Stiftung, Hamburg | 2001 bis 2007 Atelierförderung durch die Landeshauptstadt München | 2011 Preis für Bildende Kunst der Bayerischen Akademie der schönen Künste, München
Kurs Nr. 5: Malen
mit Gabriele Boulanger
Wild spirits
Grundsätzlich beginne ich meine Malkurse jeden Tag mit einer Zeichenübung, bei der neben Materialerkundung und Sensibilisierung vor allem die Aufbrechung der Sehgewohnheiten im Vordergrund steht.
Impulsiv, spontan und ohne viel zu überlegen gehen wir dann an die Papiere und legen großzügige erste Farbflächen an. Das Gelb der Wolldecke, die Hose der Nachbarin, die Teekanne, das Küchensieb, die bunten Blumen im Garten, das Gestrüpp, die Verästelungen, überall Farbe, Form, Struktur und alles wird gleichzeitig mit dem Stift, dem Pinsel auf das Papier gebracht. Durch das Bearbeiten einer Vielzahl von Blättern wird der unbekümmerte Zugriff erleichtert. Mit der Leichtigkeit im Auftrag der Farbe wächst der Mut. Jedes Blatt gibt einen Impuls für das Nächste. Die Konzentration auf das Detail und die Ausarbeitung erfolgt nach und nach und soll zeigen, dass ein Verwerfen, ein Übermalen, ein Neubeginn jederzeit möglich ist. So entstehen während der Kurstage Katastrophen und Wunder. Eine gemeinsame Besprechung aller Arbeiten beschließt den Kurstag.
Für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet.
Benötigte Arbeitsmaterialien:
- A2-Zeichenpapier mind. 170G
- evtl. Leinwände
- Acryl-Farben
- Binder
- diverse Pinsel
- Pappteller
- Küchenrolle
- Zeichenbrett
- weiche Bleistifte
- Zeichenkohle
- Ölkreiden (falls vorhanden)
- eigenes Malmaterial
- Skizzenheft
- Lappen
- Behälter für Wasser
Gabriele Boulanger: geb. 1964 bei München | 1988-1994 Studium der Kunstdidaktik und Kunstgeschichte mit Abschluß M.A. an der Universität München bei Prof. Hans Daucher | seit 1999 freischaffende Malerin | organisiert Malkurse und -reisen | lebt und arbeitet seit 2001 in Berlin | Beteiligung an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen
Kurs Nr. 6: Inspiration, Experiment, Abstraktion | Zeichnung und Malerei
mit Daniela Kammerer
Gerade auch in der bildenden Kunst begegnen uns immer wieder die klassischen Fragen: „Was kann ich wissen?“ „Was kann ich tun?“ „Was darf ich hoffen?“
Beim Elaborieren und Ausprobieren unterschiedlicher Kreativitätstechniken kommen wir unserem ureigenen Potential auf die Schliche. Wir erforschen unsere Quellen, zapfen sie an, lassen dann die Farben auf unterschiedlichsten Materialien „krachen“, verleihen den eigenen Spuren und Strichen Tiefe, versinken in anregende Techniken und aalen uns lustvoll in einem großen Meer...
Auf dieser spannenden Reise eröffnen sich oft die zu Anfang gestellten Fragen Immanuel Kants.
Wir erschaffen unterschiedliche Bildmotive- und Serien, ob figürlich oder abstrakt, malerisch oder zeichnerisch, klein oder riesengroß. Wir erschließen uns das Unsagbare und bannen es im künstlerischen Werk.
Die Ermittlung der inneren wie äußeren Motive werden mit ausführlichen Besprechungen begleitet, die Gestaltungsprozesse professionell unterstützt, das Finden der eigenen Bildsprache angeregt.
Sämtliche Materialien können verwendet werden.
Für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet.
Benötigte Arbeitsmaterialien:
- Skizzenpapier DIN A4 ■ versch. starke Papiere - große Formate - ab DIN A2
- Transparentpapier
- evtl. Leinwände ■ Acrylfarben- 250 ml-Tuben oder Pigmente mit Binder
- Wassereimer, Lappen, Pappteller
- Gläser um Farben zu mischen , versch. Pinsel, Leim, Kleber
- Bleistifte
- Kreiden und vieles mehr …
Materialien können vor der SommerAkademie bei boesner angefordert werden und so rechtzeitig an Sie versandt werden.
Vor diesem Workshop ist es empfehlenswert die Vorlesung von Dr. Roth-Bojathiev von 8 Uhr bis 9.30 Uhr zu besuchen!
maximale Teilnehmerzahl: 10
Daniela Kammerer: 1990 Diplom-Designerin FH-Gestaltung, Augsb. | 8 Semester Kunst b. Professor J. Palm | 10 Jahre Leitung Werbeagentur M•A•D, Augsb. | seit 2000 freischaffende Künstlerin | 03-06 Dozentin, FH-Gestaltung, Augsb., - Zeichnen, Digitale Illustration | 04-07 Studium Kunstpädagogik, Uni Augsburg | 08-11 Studium Kunst- u. Therapie, Akademie der Bildenden Künste, München | seit 08 Dozentin Uni Augsburg- u.a. Zeichnen, Kulturmanagement | 08-11 Konzept, Organisation, Durchführung, SommerAkademie LandsbergLech | Preise und Ausstellungen - In- und Ausland u.a Kunstpreis Löwenhof, Frankfurt a. M. | Kunst am Bau, Frejus, Frankreich | Ausstellung im Zentrum für moderne Kunst, Dresden | Bayerische Atelierförderung - Staatsministerium Wissenschaft, Forschung und Kultur | www.daniela-kammerer.de
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